Multifunktionsweg in Limbach-Wagenschwend eingeweiht
Minister Peter Hauk hat einen modernisierten Multifunktionsweg in Limbach-Wagenschwend eingeweiht. Mit den Flurneuordnungen in Wagenschwend und Schefflenz schafft das Land ein multifunktionales Wegenetz und stärkt die Biodiversität (Webseite Baden-Württemberg).
„Die durch Land- und Forstwirtschaft entstandenen Kulturlandschaften in unseren ländlichen Räumen sind unverzichtbar für den Erhalt und die nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen. Zugleich sind sie wichtige Ausgleichs- und Erholungsräume. Sie leisten damit wesentliche Beiträge zur Ernährung, zur Wasser- und Energieversorgung und zur Bereitstellung nachwachsender Rohstoffe. Um diese Potenziale nutzen und weiter ausbauen zu können, sind gut ausgebaute ländliche Wege ein wichtiger Teil des kommunalen Infrastrukturnetzes.
Multifunktionale Wege, wie hier in Wagenschwend, zeichnen sich zudem durch ihre Mehrfachnutzung aus. Sie dienen also nicht nur der Land- und Forstwirtschaft, sondern werden auch gerne in vielfältiger Weise von Bürgerinnen und Bürgern genutzt, beispielsweise zum Wandern oder Radfahren. Ich freue mich deshalb sehr, die hier umgesetzten Maßnahmen einweihen zu dürfen. Sie leisten einen wesentlichen Beitrag zur Stärkung unseres Ländlichen Raums als Arbeits- und Wohnstandort“, sagte der Minister für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk, in Limbach-Wagenschwend im Neckar-Odenwald-Kreis.
Durch die Modernisierung eines bestehenden ländlichen Wegs auf einer Länge von rund einem Kilometer wird die Bewirtschaftung der umliegenden land- und forstwirtschaftlichen Flächen deutlich erleichtert. Ein weiteres und wichtiges Ziel dieser Flurneuordnung ist die Schaffung der Biotopvernetzung.
Unter anderem werden neue Lebensräume für Amphibien durch die Anlage von fünf Kleingewässern geschaffen. Die Realisierung einer artenreichen und extensiv genutzten Wiese trägt zur Artenvielfalt bei. Die Erweiterung einer bestehenden Streuobstwiese runden das Gesamtkonzept ab. „In unserem Land stehen die größten zusammenhängenden Streuobstbestände Europas.
Diese gehören vielerorts zum typischen Landschaftsbild. Sie sind attraktiver und touristischer Erholungsort, liefern eine ganze Bandbreite regionaler sowie gesunder Fruchtsorten und bieten Lebensraum für zahlreiche geschützte Tier- und Pflanzenarten.
Ein voller Erfolg ist die freiwillige Pflanzaktion von 60 Obstbaum-Hochstämmen. Durch die Pflanzung von beispielsweise Gewürzluiken oder Roter Boskoop tragen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Flurneuordnungsverfahrens dazu bei, dass das Kulturgut Streuobstwiese in Baden-Württemberg erhalten bleibt,“ freute sich Minister Hauk.